Archiv für den Monat: September 2014

Rote Bete

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Selbst eine zugegebenermaßen etwas langweilige Arbeit, wie Rote Bete einmachen kann zu einem sehr befriedigenden Ergebnis führen. Das blutig aussehende Betemassaker hat mich dazu verleitet mich künstlerisch auszutoben.

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Kreativität entsteht durch Perspektivenwechsel und nichts ist schöner, als Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Unterm Strich bleiben, aber nicht nur ein paar schöne Bilder, sondern auch die wunderbaren Knollen aus einem Kölner Schrebergarten. Die Roten Rüben hab ich gekocht, vakuumiert und dann eingefroren. Die werden wir demnächst mit Roquefortkäse(Gorgonzola, Feta), Pinienkernen (oder Nüssen), Kürbiskern-oder Olivenöl und Balsamicoessig genießen – noch ein paar frische Kräuter dazu und servieren. Als Tortellinifüllung eignen sie sich aber auch hervorragend. Yummie!

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Die Dampfschwaden und der erdige Geruch kommen einem entgegen.
Sehen ein bißchen aus wie Auberginen sind aber wirlich Rote Rüben.

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Ab in die Truhe!

Paris Fashion Week

gibt`s bei mir nur auf dem Papier!

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In einer Modezeitschrift habe ich gelesen, daß diesen Herbst/Winter wollweiße Röcke angesagt sind. Da war ich meiner Zeit wohl ein wenig voraus, da ich nämlich Anfang des Jahres angefangen habe einen Rock zu stricken. Nur leider hab ich im Sommer keinen Handschlag mehr daran gemacht. Folglich wird er auch nicht fertig. Schade! (Eigentlich sollte er auch nicht wollweiß bleiben. Ich wollte ihn eventuell mit Pflanzenfarbe einfärben.)

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Die Transparenz ist nicht Faulheit, sondern beabsichtigt. Habe 6 Reihen mit dünner Nadel und 3 mit dicker Nadel gestrickt. Die goldene Nadel ist kein modischer Gag, ich habe einfach aus Versehen eine Masche fallen lassen. Da kommt die Faulheit auf. Die Masche  wird einfach vernäht! Punkt! Sonst wird der Rock nie vollendet.

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Der passende Schal ist zum Glück schon lange fertig.

Kastanienpraline

100g bißfeste, vorgegarte Kastanien
50 g Zucker
1 starker Espresso
50g Bitterschokolade
50g Vollmilchschokolade
Zucker zum Schmelzen bringen, Espresso zugießen und die Kastanien dazugeben. So lange rühren bis die Flüssigkeit verdampft ist. Die einzelnen Kastanien auf angeöltem Teller verteilen und erkalten lassen. 
Schokolade im Wasserbad schmelzen und die karamellisierten Maroni mit der Schokolade ummanteln. 
Fertig

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Herbstzeit-Sammelzeit

Kastanien

Ein Herbstspazierganng ist perfekt, um die winterlichen Vorräte noch mal aufzufüllen. Walnüsse, Haselnüsse und Kastanien können nun an vielen Orten gesammelt werden. Nicht ganz so häufig findet man die Eßkastanie. Aus diesen sogenannten Edelkastanien, die zu den Buchengewächsen zählen kann man sehr schmackhafte, herzhafte, wie auch süße Speisen bereiten. Das Schälen dieser Früchte bereitet mir allerdings keine große Freude. Wenn sie ganz frisch sind kriegt man die Schale allerdings ganz leicht ab. Die gekauften Exemplare, die ja meist schon was älter sind, kann man vorher ca. 1 Stunde in Wasser einlegen und dann schälen oder rösten. Vor dem Rösten muss man aber die Schale kreuzweise einschneiden, sonst „explodieren“ die Früchte im Ofen oder der Pfanne.

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Hat man keine Lust die Kastanien direkt nach dem Schälen zu verarbeiten empfehle ich sie kurz in heißem Wasser zu blanchieren und dann einzufrieren. Danach kann man sich immer noch überlegen, ob man sie als Mousse, Creme, Eis , Fleischfüllung oder Beilage serviert.

Ich werde heute jedenfalls eine Portion mit Kaffeekaramell glasieren, wenn es mir gelingt gibt es morgen das Rezept dazu, ansonsten Schwamm drüber und vergessen.

Viel Spaß beim Sammeln.

Yes or No

Wie sich die Schotten beim Referendum über die Unabhängigkeit ihres Landes entscheiden werden und ob die Queen demnächst ihren Pass vorzeigen muss, wenn sie ihrem Sommersitz einen Besuch abstattet steht in den Sternen, aber zu einer Reise in dieses schöne Land kann ich nur Yes sagen.

Vorsicht ist nur geboten, wenn man sich in Deutschland bei der Bank englische Pfund andrehen lässt, die bekommt man nämlich nur schwer in schottische umgetauscht (kein Witz). Also besser erst im Land am Bankomat abheben.

Die einzigartige und romantische Natur ist natürlich eines der wichtigsten Gründe dorthin zu reisen, dehalb sollte man unbedingt eine Wanderung machen. Empfehlenswert ist ein Gang im Naturschutzgebiet Corrie Fee, Glen Clova. Mit einer wunderbaren Aussicht wird man belohnt.

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Foto: Sebastian Weiler

Ist man eher in der Nähe von Glasgow kann ich wegen des wundervollen Blicks auf den River Clyde zu einem Gang in die Hills von Oldkilpatrick raten. Eine beliebte Walker- und Joggerstrecke führt zum Loch Humphrey an den Gavinburn Cottages vorbei.

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Foto: Sebastian Weiler

In Glasgow kann man es sich dann bei einem Glas Bier gut gehen lassen. Wer in einem normalen Pub nicht weiß, welches Bier er nehmen soll kann auch in der West-Brauerei ein Bier deutscher Art wählen oder sogar deutsche Küche geniessen (z.B.: Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut und Brezeln).
Wer Trödel mag macht einen Bummel über den Barras Market. In unzähligen Hallen findet man Antiquitäten und Trödel jeglicher Art. Wenn man mit einem Transporter da ist, könnte man soger manches preiswerte Schnäppchen mit nach Hause nehmen, da die Schotten offenbar einen anderen Geschmack haben, was Antiquitäten angeht.
Ausser altem Zeug und sonstigem Ramsch werden einem aber auch Viagra und ähnliche Sachen angeboten, sollte man aber besser nicht ausprobieren.
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Eine Unimog-Safari auf der Insel Arran hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ein großer Spaß für alle Beteiligten, da der Guide sehr liebevoll die Tour kommentiert hat und man an tolle Aussichtspunkte kommt, die man bei einem Tagesausflug gar nicht erreichen könnte. Ein anderes spaßiges Erlebnis ist aber auch eine Speedbootfahrt auf dem Loch Lomond, dem größten See Schottlands.
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Kulinarisch gibt es auch einiges auszuprobieren. In der Hafenstadt Arbroath kauft man sich aber auf jeden Fall Arbroath Smokies, dass ist ein geräucherter Schellfisch (Haddock), man erhält ihn dort in den Räuchereien und mit viel Glück darf man auch mal einen Blick in den Ofen werfen und den Rauch einatmen. Haggis hab ich dieses Mal auch probiert und war überrascht. Mit einer Portion Fritten ein bißchen fettig, aber sehr lecker. Haggis kann man in Schottland auch in Dosen kaufen und zwar bei einem deutschen Discounter (der von den Brüdern) habe es aber vor meiner Rückreise nicht mehr geschafft mir eine zu kaufen. Schade hätte ich gerne getestet.
Eine Teatime mitzumachen ist ein Muss!

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Yes or No. Ich bin jedenfalls gespannt und egal wie es ausgeht – ich wünsche den Schotten alles Gute.

 

Kontra Wegwerfgesellschaft

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Wenn etwas kaputt gegangen ist muss man es nicht immer gleich wegwerfen.
Man kann sich auch mal dazu aufraffen Dinge zu reparieren oder neu aufzuarbeiten.
Es lohnt sich jedenfalls, aus alten Dingen eventuell sogar etwas ganz neues zu erschaffen. Das ist nicht immer ganz einfach macht aber Spaß.
Bei diesem Tisch habe ich ein Füßchen repariert und ich finde es kann sich sehen lassen.

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Wertvolle Zwetschgenkerne

Dies ist mein erster Versuch aus Zwetschgenkernen eine Art „Amaretto“ zu machen. Da ich noch nie einen solchen gekostet habe, bin ich wirklich auf das Ergebnis gespannt. Die Farbe ist schon mal ganz schön geworden, aber er muss noch ein paar Monate ziehen, um das Bittermandelaroma zu entwickeln. Das Mischungsverhältnis hab ich Pi mal Daumen gemacht. Doppelkorn, Zwetschgenkerne, Kandiszucker und etaws Vanille.

Feigenschwemme

Dieses Jahr sind wir von der Natur reich beschenkt worden. Jedenfalls was das Obst angeht. Die Feigenernte war so groß, daß ich wirklich nicht mehr wußte was ich mit den
Feigen anfangen sollte. Also kam mir der Gedanke ein Feigenlikörchen aufzusetzen.
So wie das meine Mutter schon früher mit den überschüssigen Johannisbeeren gemacht hat. Die Rezeptur ist denkbar einfach. Früchte in ein Glas füllen, Kandiszucker nach Geschmack (lieber weniger, man kann noch nachzuckern, wenn es zu herb geworden ist) mit Vanillestange und etwas Zitronenschale würzen und schlussendlich mit Doppelkorn aufgiessen.

Wenn er fertig ist nenn ich ihn Bergischer Feigling.