fashion-week-paris

In Denim – Eine Reinkarnation hatte ich über das Recyceln von Jeanshosen geschrieben und da ich nach dem Artikel so viele ausgediente Hosen geschenkt bekommen habe, bin ich zum Wiederholungstäter geworden und habe alten Jeans neues Leben eingehaucht.

Genäht habe ich das Cape schon letztes Jahr, den Artikel aber aus Zeitmangel nie geschrieben. Im Internet habe ich mir einige Modenschauen der Pariser Fashion-Week, die bis morgen noch läuft, angeschaut. Als ich die Schau von Dior sah, fiel mir mein Cape wieder ein. Die Kollektion wirkt streckenweise, als hätte man sie aus alten Kleidungsstücken gefertigt. Die Kommentare der Zuschauer waren niederschmetternd, aber mir gefielen die Entwürfe ganz gut, ein bißchen zu bunt vielleicht, aber schöne tragbare Kleidungsstücke … und schmunzeln musste ich auch, da ich mir zuvor die Schau von „Andreas Kronthaler for Vivienne Westwood“ angesehen hatte, die fast wie eine Freakshow anmmutete.

Da eine der Jeanshosen wohl zum Malern benutzt wurde und ich die Textur und Farbe so schön fand, habe ich die Farbkleckse, die nicht mehr rausgingen, überstickt.

Feuer und Eis

Mein Buchprojekt liegt zur Zeit aus emotionalen und beruflichen Gründen auf Eis und der dunkle Winter und die eisigen Temperaturen tun ihr übriges, daher zeige ich euch ein paar Bilder aus der Eiszeitphase meiner Hauptdarstellerin.

Um die klirrende Kälte zu vertreiben habe ich ein Feuer entfacht, damit das Feuer immer in uns brenne. Noch dazu habe ich heute gelesen, dass die Vestalinnen die Hüterinnen des Herdfeuers im Vesta-Tempel waren und dafür sorgen mussten, dass das Feuer niemals ausgeht. Nur am 1. März, dem alten Jahresanfang, wurde das Feuer rituell gelöscht und neu entfacht. Da bin ich ja am 2. März noch gerade rechtzeitig.

 

muuze op italjänisch

Die Karnevalssession ist ja bei uns im Rheinland seit dem 11.11 wieder eingeläutet und an vielen Orten wird kräftig gefeiert. Die einen hassen Karneval, die anderen lieben ihn und ich gehöre zu denen, die ihn mögen, meistens zumindest. Das Verkleiden und das Gemeinschaftsgefühl ist für mich das schönste daran. Wenn ein ganzer Saal voller Inbrunst fröhlich die Lieder schmettert, weiß man, dass das Leben schön ist und für einen Moment sind die Sorgen vergessen.

Für diejenigen, die beim Gedanken an die Musik und das Schunkeln  schon Gänsehaut bekommen bleibt wenigstens das Kulinarische dieser fünften Jahreszeit, das Karnevalsgebäck. Schön fettgebacken muss es ein, damit man auch gut trinken kann.

Italienische Krapfen oder doch kölsche Mutzen „rut un wiess“?

Rot und Weiß passt zwar hervorragend zu Köln, aber dieses Karnevalsgebäck wird in Italien gegessen. Der kleine, aber feine Unterschied liegt eigentlich nur darin, dass die Krapfen nach dem Backen in Likör geschwenkt werden und dadurch zusätzlich aromatisiert werden. Die rote Farbe kommt vom Alchermes, aber man kann sie auch mit Limoncello oder Anislikör parfümieren.

ca 300g -350g Weizenmehl oder Dinkelmehl
2 Eier
75g Zucker
1/2 Vanillestange
1/2 Päckchen Backpulver
1 Schuß Rum oder etwas anderes Hochprozentiges

Fett zum Ausbacken
Limoncello, Alchermes oder Anislikör zum Tunken
Puderzucker zum Bestäuben

Die Eier verquirlen und die halbe Vanillestange dazu geben und dann nach und nach die restlichen Zutaten zugeben. Den Teig zu einer Wurst rollen und dann kleine Kügelchen formen. Diese werden dann im Fett ausgebacken. Ich habe sie in einem Wok gebacken, da man dann nicht so viel Öl benötigt. Die ausgebackenen Kugeln in einem Teller mit dem gewünschten Likör rollen, damit sie sich vollsaugen können. Nicht zu kurz, aber auch nicht zu lange tunken. Auf einem Teller anrichten und mit Puderzucker bestäuben.

Alaaf!

 

 

 

 

Weihnachtspost

Jedes Jahr aufs neue mache ich Weihnachtskarten und verschicke sie ganz herkömmlich per Post, da einige meiner Verwandten und Freunde gar kein Internet oder kein Interesse daran haben. Leider schrumpft diese Gemeinde immer mehr und es gibt fast keinen Anlass mehr, sie so altmodisch zu verschicken. Eigentlich wollte ich diese Tradition trotzdem nicht einschlafen lassen, aber leider habe ich dieses Jahr den Zeitpunkt verpasst sie drucken zu lassen. Die Erinnerung der schottischen Post ist demnach gerechtfertigt, kam für mich allerdings zu spät.

 

Frohe Weihnachten euch allen da draußen.

Hirnlose Wesen

Dies soll kein Artikel über die zur Zeit amtierenden Herrscher dieser Welt werden, nein, ich schreibe nur über die Protagonisten meines noch im Entstehen begriffenen Bilderbuchs.
Die Hauptdarstellerin in diesem Buch ist eine kleine Puppe, die sich, von der Sehnsucht getrieben, auf den Weg macht, etwas wie Glück und Zufriedenheit zu finden. Sie begibt sich also auf die Suche nach der „blauen Blume“, um das Symbol aus der Romantik zu benutzen. Durch die Wanderschaft versucht die kleine Puppe, deren Name ich noch nicht verraten möchte, mithilfe der Natur Glück und Liebe zu finden, um Geist und Seele zu vereinen und letztlich sich selbst zu finden.

Auf dieser Reise begegnet sie einer Qualle. Obwohl diese glibbrigen Viecher nicht gerade Schmusetierchen sind und Begenungen mit Ihnen schmerzhaft sind,  ja sogar dramatisch enden können, da sie zu den giftigsten Tieren dieser Erde gehören, finde ich sie unwahrscheinlich schön und ihre Bewegungen sind geradezu anmutig. Quallen bestehen zu 99% aus Wasser und haben kein Gehirn was angeblich immer der Beweis für eine Kreatur niederer Herkunft ist, dennoch besitzen diese Glibbertiere hochentwickelte Fähigkeiten. Würfelquallen haben z.B. 24  Augen, die auf 8 Meter Distanz sehen können, Quallen können schlafen und sicherlich gibt es noch mehr verblüffende Eigenschaften, die ich nicht erwähnt habe, aber daran kann man erkennen, dass das Gehirn und vor allem die Größe desselben völlig überbewertet wird.

Was genau die beiden Figuren erleben werden kann man demnächst nachlesen und das Folgende ist nur ein Art von Brainstorming.

UltraMarin

Schwerelos 
Treibe ich durch die Tiefen des Meeres
Ultraleicht
Gleiten meine Tentakel durch die Luft
Himmel und Ozean sind Jenseits von Blau
Ich fliege 
Federleicht

 

Ob echt oder gefaked…

pfirsischernte

… ich liebe beide Varianten.
Als ich neulich meine Pfirsiche geerntet habe fiel mir ein, dass ich schon seit längerem ein Rezept posten wollte, ich habe dies aber nie getan, da ich das Plätzchenrezept noch optimieren wollte. Es ist zwar gut, aber es geht noch besser. Jedenfalls kann ich sagen, dass ich sie in Italien schon besser gegessen habe. Meine Tante hatte sie öfter gebacken, aber da sie leider verstorben ist kann ich sie nicht mehr fragen. Wie so häufig, das Internet wusste Rat und so konnte ich diese wunderbaren falschen Pfirsiche doch nachmachen.

 

250 gr Mehl
100 gr Zucker
1 Ei
75 gr Butter
Etwas Milch
Zitronenschale
Backpulver 1/2 Päckchen

Butter und Zucker mixen, dann ein Ei zufügen und die restlichen Zutaten zu einem Teig rühren (nur wenn nötig etwas Milch zugießen, es kommt immer auf die Größe der Eier an).
Aus dem Teig Kügelchen formen und in einem nicht zu kleinen Abstand voneinander aufs Backblech legen und bei 180 Grad ca 10 – 15 Minuten backen.Die ausgekühlten Kekse aushöhlen und mit Konditorcreme füllen. Ich hatte in diesem Falle mal Schokocreme ausprobiert, finde aber eine einfache Konditorcreme leckerer und auch ästhetischer.Dann in Alchermes tunken. Alchermes ist ein italienischer Bitterlikör, der Campari ähnelt, aber süßer ist und fast ausschließlich für die Patisserie genutzt wird.Anschließend in Hagelzucker wälzen. Dann noch hübsch dekorieren und die „pesche finte“ sind fertig.
(le finte pesche all’alchermes)

Da die Herstellung sehr aufwendig ist , habe ich noch nicht so viele Versuche unternommen die Grundmasse der Kekse zu verbessern. Im Netz gibt es zahlreiche Versionen. Einige sind mit einem Hefeteig, aber meine Tante hatte, glaube ich, einen bisquitartigen Teig. Der darf natürlich nicht zu fein sein, sonst fällt ja beim Füllen und Tunken alles auseinander. Wie Ihr ahnen könnt wird es noch einige Zeit dauern bis ich  den perfekten Teig gefunden habe.

Viel Spaß beim Nachbacken!